Recht für Arm & Reich-Law for rich and poor

Recht für Arm & Reich: Wenn Gesetze an ihre Grenzen stoßen

Kategorie: Forschung, Recht

Gilt das Recht für Arm & Reich wirklich für alle gleich – und wie sieht es eigentlich mit der Natur aus? Wenn man genauer hinschaut, schützt unser Gesetzbuch vor allem den Menschen, während Tiere, Pflanzen und ganze Ökosysteme meist das Nachsehen haben. Doch sobald Konzerne oder Reiche die Umwelt zerstören, stößt das Gesetz schnell an seine Grenzen: Hinter Paragrafen, Lizenzen und Grenzwerten verblasst die Verantwortung, und der echte Schutz von Mensch und Natur bleibt auf der Strecke.

1. Die Juristen-Tricks: Warum sich Große leicht rausreden können

Wenn Menschen von Umweltzerstörung betroffen sind – wie etwa ein peruanischer Bauer, der gegen einen großen Energiekonzern klagte –, nutzen Großkonzerne oft dieselbe Ausrede: „Wir sind doch nicht alleine schuld, alle tragen etwas dazu bei!“ Weil viele Verschmutzer zusammenkommen, redet sich der Einzelne heraus, sein eigener Anteil sei unbedeutend. Gleichzeitig nutzen mächtige Staaten Landesgrenzen als Schild, damit keine weltweiten Schutzgesetze gelten.

2. Das Umdenken: Warum die Ausreden nicht mehr ziehen

Doch diese Ausreden bröckeln. Erste Gerichte entscheiden endlich anders: Ein deutsches Gericht hat anerkannt, dass Konzerne grundsätzlich auch für Klimaschäden am anderen Ende der Welt mithaften können. Die Behauptung, man habe sich ja an alle Gesetze gehalten oder der eigene Anteil sei nicht messbar, gilt nicht mehr als Schutzausrede. Das Recht beginnt langsam zu begreifen, dass Verantwortung nicht an Grenzen aufhört.

3. Kein Entkommen: Niemand kann sich vor der Natur verstecken

Manche Reiche glauben, sie könnten sich dem Systemkollaps durch Bunker, Privatiseln oder Luxus-Rückzugsorte entziehen. Doch die Naturgesetze machen keinen Unterschied zwischen Arm und Reich. Giftstoffe und Plastik (wie PFAS) sind inzwischen überall im Regenwasser und in der Luft. Man kann sich nicht freikaufen: Wenn die Natur kollabiert, betrifft es am Ende jeden von uns gleichermaßen.

4. Die einfache Formel für Gerechtigkeit

Unser heutiges Geldsystem beruht darauf, dass Dinge, die eigentlich jedem gehören (wie Wasser, Erde und Nahrung), von wenigen beansprucht und teuer verkauft werden. Wenn man diese künstliche Gier und Kontrolle weglässt, bleibt eine ganz einfache und gerechte Formel übrig:

Mensch + Natur = Leben   |   Alle Güter der Erde / Alle Menschen = Ein faires Recht zu leben

Das ist keine Mathematik für Gelehrte, sondern gesunder Menschenverstand: Die Natur gehört allen, und echtes Recht gilt für jeden gleich.


📖 Originalfragen & Gesprächsverlauf vom heutigen Dialog (Zum Aufklappen)
Transparenzhinweis: Dieser Anhang enthält die im heutigen Dialog gestellten Fragen und Gedanken im Original (rechtschreibkorrigiert und übersichtlich gegliedert).

Block 1: Naturschutzgesetz, FFH-Richtlinien & der Mensch

„Wenn das Bedrohen von Lebensräumen und Schutzbefohlenen ein Todesurteil rechtfertigt, müsste das konsequenterweise auch für die menschlichen Zerstörer der Natur gelten. Jedoch gelten Menschen nicht als wild und unterliegen somit nicht den FFH-Richtlinien.

Sag mal, was weißt du darüber?
Ich hatte den Gedanken, dass der Mensch als Tier gar nicht ins Naturschutzgesetz kommen kann, weil er nicht wild ist, quasi. Haustiere werden ja nicht geschützt, quasi. Glaubst du, es wäre wichtig, den Menschen in die FFH-Richtlinien mit aufzunehmen, oder gilt eine Trennung zwischen Mensch und Wildtier?
Und gibt es Gesetze unabhängig von Naturschutzgesetzen, die sagen, man müsse den Menschen beschützen aufgrund der Aussicht auf Aussterben, wenn alles so weiterläuft?“

Block 2: Weltweite Durchsetzbarkeit & Bunker-CEOs

„Dieses Grundgesetz 1 2 gilted nur in Deutschland oder Weltweit?

Ok, also auf den Punkt gebracht ein Gesetz gibt es nicht den Mensch zu schützen auf der Welt nur eine Empfehlung quasi.

Hm…haben die CEO´s die gerade planen am Ende alleine im Bunker zu sitzen das extra so gemacht, dass es kein Weltgesetz dazu gibt oder gab es noch keinen Anlass das jemand gesagt hat: ‚höma dat jeht nich das du in deinem Land alle Bäume kaputt machst und mich in Deutschland damit schädigst.’“

Block 3: Die Nicht-Kampfstrategie & Juristische Ausreden

„Naja ich fahre ja die NICHT Kampfstrategie 😉 Eigentlich ist es nur logisch rechnen am Ende und das es rein möglich mathematisch ist diesen ‚Kampf‘ zu klären. Wie nennt man das?

Ok, danke. Weiter im Text. Grundsätzlich wird es schon nicht leicht sein für einen Richter eine Begründung zu finden warum es Deutschland erlaubt sein soll das Leben eines Peruaners kaputt zu machen.
Magst du mal versuchen wie ein schlauer Anwalt eine Antwort basteln könntet die Deutschland Recht geben könnte?

Da habe ich jetzt echt mega laut aufgelacht bei der ersten Formulierung. Ja, also jetzt nur mir die Schuld in die Schuhe zu schieben, geht ja gar nicht. Mein Gegenargument: Hey, guter Hinweis. Okay, nehmen Sie bitte noch mal 3 Monate Platz und wir holen alle an den Tisch und verurteilen alle – und dann Sie natürlich auch. 😉 Dann ist dieser Grund ungültig.
Oh oh, das zweite Argument ist aber auch sehr wackelig: ‚Wir haben gesetzlich alles richtig gemacht.‘

Frage: Wenn das einer Oma offensichtlich wird beim Lesen deiner Argumentation des Anwalts … wie kann dann ein Richter so tun, als ob der Anwalt recht hätte?
Warte, ich habe nicht verstanden, warum Peru für Waldbrände in Deutschland haften muss. Schwer zu widerlegen? Lass uns Punkt 3 noch klären und ich habe alles widerlegt!“

Block 4: Reale Fallbeispiele & der Peru-Prozess

„Witzig. Ist mir passiert. Meine Wohnung ist ja abgebrannt und 3 Jahre später wurde ich vom Kioskbesitzer angeklagt wegen den Staubflocken des Brandes die sein Auto beschädigten. Der Besitzer der Wohnung ist bis heute vermutlich ungestraft. Er hatte keine Rauchmelder installiert im ganzen Wohnhaus und die verbrannte Wohnung kann immer noch mit zugeschmolzenen Kühlschrank und Inhalt von vor 3 Jahren besichtigt werden. Ach meine halbverbrannte Peru Jacke liegt da auch noch rum 😉
Man kann es ja mal probieren. Klage wurde fallengelassen bevor es zum Gerichtstermin kam.

Oh krass. Ich bin begeistert von der Logik der Gegenseite. Nee, echt clever. Natürlich. Es ist sehr gemein, weil jeder weiß, dass da nicht ein Ego geklagt hat (das wäre absurd und unlogisch, aus Ego-Gründen so einen Prozess auf sich zu nehmen). Er steht für alle Peruaner. Oder? Hast du was von den Gerichtsgesprächen, wo das ersichtlich wird?
Cool, noch cleverer. Es wird da ein neues Textstück integriert in dem Urteil. Die Ausreden des Anwalts wurden auch als Müll anerkannt (oder unlogisch).
‘… anerkannt, dass Großkonzerne wie RWE nach deutschem Recht grundsätzlich für Klimaschäden am anderen Ende der Welt haftbar gemacht werden können!’“

Block 5: PFAS, Unausweichlichkeit & die mathematische Abschlussformel

„Es bröckelt also schon mathematisch, sodass Umweltzerstörung nicht unendlich weiter betrieben werden kann. Sie werden keine Lösungen finden, da rauszukommen. Der Sack ist schon zu eng. Außer zu versuchen, einfach weiterzumachen, solange es geht, und sich dann abzusetzen in … eine Villa mit PFAS in der Luft, im Wasser und mit dreckiger Luft. Cool. Super. Das ist ja so, dass keiner mehr fliehen kann. Auch nicht jemand, der sagt: ‚Ich verlasse das System und lebe jetzt im Wald und esse Flechten.‘ Denn auch dieser wird PFAS-Regen, keinem Regen und dreckiger Luft nicht entfliehen können. Und ich glaube, darauf läuft es dann letztendlich hinaus in der Gleichung.

Und nun lass uns die Abschlussformel machen für Recht für Arm & Reich. Die heißt ungefähr so:
Die Erde und ihre ‚Güter‘ sind im Grunde Geschenke und somit für jedes Lebewesen gültig.
Die Idee des ‚Wächters des Essens‘ (aus Beitrag: xy) war ja zu erkennen, dass die Menschen Essen brauchen. Diese Wächter haben sich für das Bewachen und Verteilen etwas von den Menschen geben lassen – was im Erdgesetz überhaupt nicht vorgesehen ist. Da setzte ein ‚Geil‘-Kick ein: ‚Oh krass, ich bekomme etwas für etwas normalerweise Kostenloses.‘ Und sie spürten natürlich diese Macht als eine Art chemischen Wohlfühlkick im Körper.
Seitdem beruht das ‚Geldsystem‘ lediglich darauf, für kostenlose Güter Geld verlangen zu können. Genial, oder?
Die endgültige Gleichung am ENDE lautet: Alle Güter der Welt sind für alle da. Recht für alle – ob Arm oder Reich.

Also das Grundprinzip was durcheinandergerät wird einfach wieder hergestellt. Gibt es dafür eine mathematische Gleichung?“